Premiere für Aschenbrödel

Am 25.5.2017 feierte unser diesjähriges Kinderstück vor vollen Zuschauerreihen und bei bestem Premierenwetter eine traumhafte Premiere.

Hier lesen Sie den Bericht der Allgemeinen Zeitung (Ursula Hoffmann):

 

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ feiert gelungene Premiere / Beste Unterhaltung für alle Generationen

Zauberhaftes Sommermärchen

Billerbeck. Auf dem Gutshof, auf dem Aschenbrödel mit ihren Stiefschwestern und der herrischen Stiefmutter lebt, herrscht reger Betrieb. Da wird Wäsche gewaschen, gebacken, geputzt – alles bereitet sich vor auf den großen Ball des Königspaares, auf dem eine passende Frau für den Prinzen gesucht werden soll. Begleitet werden die Vorbereitungen von einem Miniorchester.

Wie dieses mit seinen Melodien das Geschehen auf der Bühne begleitet – fröhliche Klänge untermalen das emsige Treiben auf dem Gut, Hörner rufen zur Jagd, ein Tusch begrüßt den König – ist nur eine von vielen pfiffigen Ideen aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Der Theaterpädagogin Dr. Ipek Abali, die auch die Bühnenfassung geschrieben hat, gelingt mit ihrer ersten Inszenierung an der Freilichtbühne Billerbeck ein zauberhafter Einstieg. Bunt, fröhlich, abwechslungsreich und ausgestattet mit tollen Kostümen, bietet dieses Sommermärchen, angelehnt an den bekannten Film, beste Unterhaltung für die ganze Familie.

Besonders schön ist wieder zu sehen, dass nicht nur alle Generationen im Publikum vereint sind, sondern auch auf der Bühne. Von den auf dem Gutshof spielenden Jüngsten bis zu den alten Hasen (Heinz Bösing als wohlwollender König und Dieter O. Schroer als würdiger Hofmarschall), trägt jeder mit lebhafter Spielfreude zum Gelingen bei. Da wird deutlich, um Nachwuchs braucht sich die Bühne keine Sorgen zu machen. Vor allem Leo Nowitzki als vorwitziger Jagdkamerad des Prinzen und Paul Peters als kesser Küchengehilfe sorgen immer wieder für fröhliches Gelächter.

Ein weiteres liebevoll ausgestaltetes Detail ist der Auftritt der Eule Rosalie (Veronika Nabbelfeld), die auf einer Art Hochsitz in einem der Bäume residiert. Dorthin flüchtet Aschenbrödel, wenn sie Trost braucht. Denn ihre Stiefmutter führt ein raues Regiment auf dem Gut. Anne Schumacher füllt mit harscher Stimme diesen herrischen, arroganten Charakter prächtig aus.

Dorchen 1(Linda Averesch) und Dorchen 2 (Louisa Melzow) geben ebenso überzeugend ihre albernen, dummen und streitsüchtigen Töchter, von denen nach dem Plan der Mutter eine die Braut des Prinzen werden soll.

Viel attraktiver für den vom Hofleben gelangweilten Prinzen – Albero Grzanowski gestaltet seine Rolle in allen Facetten sehr souverän – ist Aschenbrödel, der er bei seinen Jagdausflügen mehrfach begegnet, ohne zu wissen, wen er vor sich hat. Lynn Albert überzeugt als Aschenbrödel mit vielschichtigen Emotionen. Mal ist sie ausgelassen und fröhlich, mal traurig und verzweifelt. Ihr gutes Herz auch den Tieren gegenüber hilft ihr immer wieder. Entzückend die Szenen, wenn die Täubchen ihr beistehen.

Wie Aschenbrödel mit Hilfe der drei Zaubernüsse, die ihr der freundliche Stallknecht schenkt (Heiner Lörcks, der herrlich schüchtern in Verzückung gerät, wenn er von der Köchin schwärmt), ihr Glück findet, das zu sehen lohnt in diesem Sommer auf jeden Fall einen Ausflug zur Freilichtbühne.

28. Mai 2017 by